Die Kapverden sind ein afrikanischer Inselstaat rund 500 km vor der Küste Senegal und 1500 km südlich der Kanaren. Sie sind ganzjährig bereisbar, da es durchgängig angenehm warm ist. Hauptreisezeit ist etwa Oktober bis Mai. Die Lufttemperatur liegt bei durchschnittlich 26 Grad, die Wassertemperatur bei durchschnittlich 22,5 Grad. Die Kapverden sind damit ideal, um dem europäischen Winter zu entfliehen. Die durchschnittliche Flugzeit ohne Zwischenstopp beträgt sechs Stunden. Es lassen sich sehr häufig preisgünstige Flüge um die 400 Euro finden.

Die Kapverden umfassen zwölf Inseln. Neun davon sind bewohnt. Jede Insel hat ihren besonderen Charakter, da sich jede durch Mikroklima, Bergwelt und Strände unterscheidet. Gemeinsam ist den Bewohner ihre „Morabeza“, was so viel wie Gastfreundschaft heißt.

Die Kapverden sind ein Land mit einem reichen touristischen Potential. Man kann eine Individualreise mit einer Pauschalreise oder auch eine Wanderreise mit einem Strandurlaub verbinden. Neben dem Wandern sind Surfen, Tauchen oder Inselhopping gefragte Aktivitäten.

Pauschalreisen und Charterflüge nach Sal und Boa Vista: Klassischer Strandurlaub und Surfer’s Paradise

 

Sal: Strand, Sonne satt, Luxus und Entspannung

TUI fliegt in der Regel von verschiedenen deutschen Städten aus täglich die Sand- und Strandinseln Sal und Boa Vista an. Wenn du nicht weit der niederländischen Grenze wohnst, bietet sich auch ein Flug von Amsterdam aus an. Du kannst wählen zwischen echten Pauschalreisen (Flug und Hotel) oder du buchst Flug und Hotel getrennt. Hier entscheidet sicher, ob du eher nach All-inclusive-Service suchst oder das Surfrevier Sal checken möchtest. Sal ist wohl die bekannteste kapverdische Insel, da hier viele große Pauschalreisen -Anbieter vertreten sind und es sehr viele moderne (All-inclusive-) Hotels gibt.

Die Insel wurde bekannt durch ihre kilometerlangen Sandstrände und vielen Wassersportmöglichkeiten. Der ehemalige Fischerort Santa Maria im Süden der Insel mauserte sich über die Jahre zum Touristenmekka, besticht aber nach wie vor durch kurze Wege und den kapverdischen Alltag am Fischersteg und in der kleinen Markthalle. Neben vielen Möglichkeiten zum Essen, Relaxen und Feiern gibt es ein hochwertiges Angebot an Tauchschulen, Surfschulen mit Verleih, Mietfahrzeugen und organisierten Inseltouren.

Luxus pur auf Sal

Die gehobenen Unterkünfte befinden sich vornehmlich westlich vom Ortskern Santa Maria. Trotzdem erreicht man Santa Maria in wenigen Gehminuten. Wer also die Ruhe sucht und wirklich nur dem Luxus frönen möchte, ist in einer der großen Hotelanlagen genau richtig. Das Personal ist geschult und du kannst europäischen Service gepaart mit kapverdischem Charme erwarten. Neben dem obligatorischen gastronomischen Angebot der Anlagen und Clubs gibt es natürlich auch Spa-, Sport- und Freizeitangebote. Teilweise gibt es abends auch interessante kleine Shows. Wer diese Extras nicht braucht, ist auch mit Mittelklassehotels gut beraten. Sie wurden in den letzten Jahren fast ausnahmslos renoviert und bieten ein super Preis-Leistungsverhältnis. Pensionen sind sauber und einfach, das Personal ist authentisch und herzlich.

Sal: Surfer´s Paradise

Pensionen sind es auch gewöhnt Surfer zu empfangen. Ein Plätzchen für das eigene Board ist meist vorhanden. Wen es auf Sal zum Surfen zieht, getreu dem Motto „eat, surf, sleep, repeat“ findet in ganz Santa Maria günstige Pensionen, Apartments und Mittelklassehotels. Auch dieses Arrangement findest du unter Pauschalreisen. Die Winde und Wellen sind auf Sal so legendär, dass hier immer wieder Meisterschaften auf Weltklasseniveau ausgetragen werden. Du wirst schnell Anschluss in der Szene finden. Surfspots gibt es je nach Niveau auf der ganzen Insel. Auf Sal gibt es Spots für Windsurfing, Kitesurfing und Surfing. Auch für viele Kapverder ist Surfen ein Lebensgefühl. Mitu Monteiro ist Weltmeister und einer unserer lokalen Stars. Er wohnt auf Sal und hat alle Inseln bereits per Kite besucht!

Boa Vista: Die Wüste ruft

Boa Vista bietet für Pauschalurlauber und Surfer ähnlich gute Bedingungen wie Sal, ist jedoch weniger touristisch erschlossen. Hier geht alles ein wenig ruhiger zu und die Wege sind aufgrund der Größe der Insel auch länger. Wer dem Trubel der Hochsaison auf Sal entfliehen will, ist hier sicher richtig. Neben dem Wassersportangebot ist eine Inseltour empfehlenswert. Zu sehen gibt es zum Beispiel die Wüste Vienna. Sie hat sich durch die Anlagerung von Saharasand gebildet und ist eine der absoluten Sehenswürdigkeiten. Beliebt und trotzdem fast menschenleer ist der Santa Monica Beach. Hier kann man endlos spazieren.

Santa Monica Beach in Boa Vista

Wanderurlaub und Individualreise auf den Kapverden: Santo Antão, Santiago, São Nicolau und Fogo

Wer gerne wandert und die Abwechslung liebt, kommt auf den Kapverden auch voll auf seine Kosten. Für viele Strecken ist es empfehlenswert sich einen Guide zu nehmen, denn auch die Transporte zu den Wandereinstiegen müssen organisiert werden.

Santo Antão und São Nicolau

Für die Wanderdestinationen Santo Antão und São Nicolau bietet sich ein Flug nach São Vicente an. Von Amsterdam aus gibt es hierher so gar Direktflüge. Ansonsten über Lissabon. Nimm dir mindestens einen vollen Tag im Inselhauptort Mindelo. Es gibt hier wunderschöne Unterkünfte. Mindelo ist die Stadt der grande dame der kapverdischen Musik Cesária Évora. Sie gab auch dem hiesigen Flughafen ihren Namen. Mindelo ist lebendig und vergleichsweise modern. Die Stadt besticht durch Kolonialarchitektur, Kulturveranstaltungen, dem beliebten Stadtstrand Laginha und der sehr bekannten Marina.

Anreise Santo Antão und São Nicolau

Unweit der Marina legen die Fähren nach Santo Antão und São Nicolau ab. Vorsicht: auf der Fährstrecke São Vicente – São Nicolau kommt es immer wieder mal zu Verspätungen und die Fähre fährt nicht täglich. Hier muss man sich ggf. einen  Inlandsflug mit der angolanischen Airline Bestfly buchen (ebenfalls nicht täglich). Die Strecke São Vicente – Santo Antão ist absolut problemlos.

Beiden Inseln ist gemein, dass es sowohl trockene, bizarre Gebiete als auch wunderbare grüne Gegenden mit viel Terrassenfeldbau gibt. Santo Antão bietet auch einige Strecke, die für nicht ganz so trainierte Wanderer geeignet sind und ist damit ideal für Anfänger. Es gilt immer Sicherheit vor Wagemut. Im Zweifelsfall besser einen Guide buchen.

Santiago und Fogo

Santiago und Fogo bieten viele wirklich anspruchsvolle Strecken. Für diese Destinationen wählt ihr Anflug auf Praia. Nach Fogo kommt ihr per Fähre (nicht empfehlenswert) oder wieder mit  der angolanischen Bestfly.

Santiago

Praia kann man schon als typische afrikanische Stadt beschreiben. Es gibt viel Verkehr, die Menschen haben viel Rhythmus und besonders Märkte wie der Sukupira und der nahe gelegene Gemüsemarkt sind sehr quirlig. Du findest hier sowohl sehr gehobene Unterkünfte als auch einfache Pensionen. Zweiter place-to-be auf Santiago ist Tarrafal. Hier kannst du auch einen schönen Strandurlaub erleben. Kleine Anbieter für Tauch-, Schnorchel- und Surferlebnisse sind ebenfalls vor Ort. Die Unterkünfte sind überwiegend im Mittelklassebereich, auch einfach Pensionen sind in der Regel empfehlenswert. Besonders beliebt bei Wanderern ist die Serra Malagueta.

Fogo

Für Wanderungen auf Fogo wählst du São Filip, Mosteiros oder die Chã das Caldeiras als Ausgangspunkt. Bitte beachte, dass die vulkanischen Gebiete nicht ohne Guide betreten werden dürfen. Fogo ist ein aktives vulkanisches Gebiet. Der Pico do Fogo brach zuletzt 2014 aus. In São Filipe findest du auch Unterkünfte, die den gehobenen Ansprüchen gerecht werden (aber bitte keine High-end- Unterkünfte erwarten). In den ländlichen Gebieten ist die Zeit etwas stehen geblieben. Die Unterkünfte sind eher einfach, aber immer charmant und mit guter Verpflegung.

Corona auf den Kapverden

Corona ist auch zurzeit auf den Kapverden nicht zu leugnen. Vor allem Praia hat fast immer die meisten Fälle landesweit. Restaurants, Geschäfte und Unterkünfte sind mit Desinfektionsmitteln ausgestattet und es herrscht landesweit Maskenpflicht. Auf offener Straße wird dies nicht immer so ernst genommen. Die Polizei kümmert sich  jedoch in letzter Zeit verstärkt darum. Für gegebenenfalls nötige Tests stehen funktionierende Testzentren bereit. Aufgrund der derzeitigen Situation ist Inselhopping auch nur mit vorherigem Test möglich, Ausnahmen gelten bei Seereisen z.B. nach Santo Antão. Das Nightlife ist deutlich eingeschränkt. Diskotheken haben geschlossen und Konzerte finden nur gelegentlich mit großen Sicherheitsvorkehrungen im Freien statt. Viele Restaurants bieten aber am Wochenende Livemusik an.

Wie immer in diesen Zeiten ist das nur eine Momentaufnahme. Beachte bitte unbedingt tagesaktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes, der Presse und deiner Fluglinie. Bei Abschluss einer Reisekrankenversicherung oder Reiserücktrittsversicherung macht es Sinn nach zu fragen, ob Probleme durch Corona inkludiert sind.